Wissenschaftliche Informationen zur Misteltherapie

Diese Seiten bieten Ihnen eine aktuelle Übersicht über die wissenschaftlichen Untersuchungen zur klinischen Anwendung der Misteltherapie bei Krebs. Wir richten uns dabei an Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Vertreter*innen aus Politik, Selbstverwaltung und Krankenkassen sowie an interessierte Studierende und ebenso an Patient*innen, die sich über den gegenwärtigen Stand der klinischen Forschung und wichtige klinische Beobachtungen an den Originalquellen informieren wollen. 

Seit ca. 1980 hat die onkologische Mistelforschung erheblich an Dynamik gewonnen, so dass wir heute auf eine wachsende Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten zurückgreifen können, sowohl zur Sicherheit, zur Kombination mit anderen Therapien, zur klinischen Evidenz (Überleben, Tumoransprechen) mit aktuellen Metaanalysen und Reviewsklinischen Studien, Studien aus der Versorgungsforschung sowie Case Reports. Einen weiteren Abschnitt widmen wir den Erkenntnissen zur Verbesserung der Lebensqualität unter einer zusätzlichen Misteltherapie. Eine Vielzahl von Studien gibt es auch zur Präklinik mit Inhaltsstoffen und Wirkprinzipien

Eine zusätzliche Misteltherapie ist inzwischen Bestandteil einiger onkologischer Leitlinien – wir referieren über den aktuellen Stand. 

Alle Informationsseiten sind nach wissenschaftlichen Kriterien aufbereitet und zusammengestellt. Sie beinhalten keinerlei Art von Werbung für irgendwelche Präparate oder Firmen.

Komplementäre Krebstherapien sind weit verbreitet. In Europa wenden bis zu 80 Prozent der Krebspatient*innen komplementärmedizinische Therapien (8, 9, 10, 11, 12) an, meist pflanzliche Arzneimittel [1]; im deutschsprachigen Mitteleuropa sind es am häufigsten Mistelextrakte (Viscum album L., VAE) [6, 7]. Bis zu 62 Prozent der Patient*innen wenden Misteltherapie an [13, 14, 15, 16, 17, 18, 19]. 

Die einzelnen Präparate beschreiben wir bei den Informationen für Patient*innen – diese Angaben sind aber auch für Ärzt*innen relevant.   

Die Misteltherapie wurde 1920 von Rudolf Steiner und Ita Wegman, den Begründern der Anthroposophischen Medizin, für die Krebstherapie vorgeschlagen und eingeführt. Seither gibt es vielfältige Untersuchungen zum Einfluss von Mistelextrakten auf das Tumorwachstum.

 

Letzte Aktualisierung: 30. April 2020/AB

 

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