Wissenschaftliche Informationen zur Misteltherapie

Auf diesen Seiten finden Sie eine aktuelle Übersicht zu wissenschaftlichen Untersuchungen in der klinischen Anwendung der Misteltherapie bei Krebs. Wir richten uns dabei an Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Vertreter*innen aus Politik, Selbstverwaltung und Krankenkassen sowie an interessierte Studierende und ebenso an Patient*innen, die sich über den gegenwärtigen Stand der klinischen Forschung anhand der Zusammenfassungen der Originalliteratur informieren wollen. 

In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zur Misteltherapie in der Onkologie erheblich an Dynamik zugenommen, sodass wir heute auf eine wachsende Anzahl fundierter wissenschaftlicher Arbeiten zurückgreifen können, die in den Bereichen zur Arzneimittelsicherheit, LebensqualitätKombination mit anderen Therapienklinische Evidenz (Überleben, Tumoransprechen) durchgeführt wurden. Daraus resultieren aktuelle Metaanalysen und Reviewsklinische Studien, Studien aus der Versorgungsforschung sowie Case Reports und auch auf  Studien im Bereich der Präklinik mit Untersuchungen zu Inhaltsstoffen und deren Wirkprinzipien wird näher eingegangen. 

Eine zusätzliche Misteltherapie ist inzwischen Bestandteil einiger onkologischer Leitlinien – wir referieren über den aktuellen Stand. 

Alle Informationsseiten sind nach wissenschaftlichen Kriterien aufbereitet und zusammengestellt. Sie beinhalten keinerlei Art von Werbung für irgendwelche Präparate oder Firmen.

Komplementäre Krebstherapien sind weit verbreitet. In Europa wenden bis zu 80 Prozent der Krebspatient*innen komplementärmedizinische Therapien [8, 9, 10, 11, 12] an. Meist sind es pflanzliche Arzneimittel [1] und im deutschsprachigen Mitteleuropa sind es am häufigsten Mistelextrakte (Viscumalbum L., VAE) [6, 7], die bis zu 62 Prozent der Patient*innen anwenden [13, 14, 15, 16, 17, 18, 19]. 

Die einzelnen Präparate beschreiben wir in den Abschnitten "Informationen für Patient*innen" und "Hinweise für  Ärzt*innen".   

Die Misteltherapie wurde 1920 von Rudolf Steiner und Ita Wegman, den Begründern der Anthroposophischen Medizin, für die Krebstherapie vorgeschlagen und eingeführt. Seither gibt es vielfältige Untersuchungen zum Einfluss von Mistelextrakten auf das Tumorwachstum.

 

Letzte Aktualisierung: 11. November 2020/AT1

 

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