Gegenanzeigen für eine Misteltherapie

Es gibt nur ganz wenige Situationen, in denen eine Misteltherapie nicht angezeigt ist: 

  • Sie haben Tuberkulose. 
  • Es besteht eine hoch fieberhafte oder entzündliche Erkrankung. 
  • Sie reagieren allergisch auf die Mistel, was allerdings extrem selten vorkommt. Sie wissen ja: Die Rötung an der Einstichstelle ist keine Allergie, sondern eine erwünschte Reaktion.

Selbst wenn eine allergieähnliche ("pseudoallergische") Reaktion aufgetreten sein sollte, heißt das nicht, dass Sie die Mistel generell nicht vertragen. Die Ärztin/der Arzt kann dann ein Präparat mit einer sehr niedrigeren Konzentration wählen und diese dann ganz langsam steigern. 

Bei Hirntumoren oder -metastasen ist Vorsicht geboten, weil es – allerdings extrem selten – schon vorgekommen ist, dass sich bei hohen Dosierungen der Hirndruck unter einer Misteltherapie erhöht hat. Unter engmaschiger ärztlicher Begleitung wurden bei Hirntumoren wie Glioblastom oder Astrozytom bisher jedoch sehr gute Erfahrungen gemacht. 

Eine Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sollte ebenfalls zurückhaltend erfolgen, weil keine hinreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt sowie die Entwicklung nach der Geburt vorliegen. Ein potenzielles Risiko für den Menschen ist jedoch nicht bekannt.  

 

Letzte Aktualisierung: 7. September 2019/AB

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