Die Misteltherapie bei Krebs

Mehr als zwei Drittel der Krebspatient*innen wenden heute neben den konventionellen Therapieverfahren zusätzlich auch Arzneimittel und Verfahren aus der Naturheilkunde an. Eines der am häufigsten eingesetzten Arzneimittel ist die Mistel. 

Eine Misteltherapie ist bei fast allen Tumorerkrankungen möglich und sinnvoll. Die wichtigsten Studienergebnisse seit 2004 haben wir für die einzelnen Tumorarten allgemeinverständlich zusammengefasst. 

Mit der Misteltherapie können Sie jederzeit beginnen – schon vor der Operation, unmittelbar danach oder auch zu einem späteren Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs. Sie kann auch gut mit anderen Therapien kombiniert werden – das gilt sowohl für eine Chemo-, wie auch für Hormon- und Antikörper- sowie die zielgerichteten ("Targeted"-)Therapien oder Bestrahlungen. Sie schwächt diese nicht ab, sondern verstärkt deren Wirkung eher noch. 

Viele klinische Studien zeigen bei den meisten Krebsarten eindeutig: Die Misteltherapie ist sicher in der Anwendung, sie ist gut verträglich, es gibt kaum Gegenanzeigen. Sie verbessert die Lebensqualität und verringert die Nebenwirkungen anderer Therapien, vor allem ein Fatigue-Syndrom, und sie kann – vor allem in einem integrativen Therapiekonzept – möglicherweise auch dazu beitragen, das Überleben zu verlängern.

Auf diesen Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte über die Wirkungen einer Misteltherapie bei Krebs sowie über Nebenwirkungen und Gegenanzeigen, die Kostenerstattung, welche Präparate es gibt, was für Inhaltsstoffe sie enthalten, wie sie gelagert werden sollten und worin sie sich unterscheiden. 

Die häufigsten Fragen und Antworten haben wir Ihnen kompakt zur raschen Orientierung bereitgestellt, ebenso was es Wissenswertes rund um das Wachstum und die Entwicklung sowie die Besonderheiten der Mistelpflanze gibt. 

Für die Behandlung von Leukämien und Lymphomen und allgemein für die Tumorbehandlung im Kindesalter ist die Misteltherapie nicht zugelassen. Sie erfolgt in diesen Fällen off label, das heißt, mit Einverständnis der Patient*innen bzw. der Eltern und auf Verantwortung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes. Gerade bei Lymphomen wurden gute Erfahrungen mit einer Misteltherapie gemacht. Ebenso besteht in der Behandlung von Kindern mit hämatoonkologischen Erkrankungen eine langjährige Erfahrung.

 

Letzte Aktualisierung: 7. September 2019/AB

Eine Misteltherapie kann jederzeit beginnen: vor der Operation, vor oder während der konventionellen Therapie und auch noch danach. Lesen Sie nach, was Sie über die Anwendung wissen sollten. 

Damit Sie sich rasch einen Überblick verschaffen können, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten nach Themen sortiert in einem Überblick zusammengestellt. 

Zur klinischen Anwendung der Mistel liegen über 150 Studien vor. Wir erklären die Ergebnisse und kommentieren sie, aufgeteilt nach Krebsarten – so finden Sie rasch, wonach Sie suchen.  

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