Misteltherapie und COVID-19/-Impfung

Bisher sind keine klinisch relevanten Ereignisse berichtet worden, welche gegen eine Misteltherapie zur Krebsbehandlung während einer COVID-19-Erkrankung sprechen. Allerdings liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine systematischen Untersuchungen zur Misteltherapie bei Tumorpatienten mit nachgewiesener SARS-CoV-2 Infektion bzw. mit einer COVID-19 Erkrankung vor. In der hyperinflammatorischen Phase der COVID-19 Erkrankung ist die Misteltherapie nicht indiziert. Für Krebspatienten mit einem Long-COVID-Syndrom wird die Misteltherapie als Supportivum diskutiert.

Krebspatienten, die gegen COVID-19 geimpft werden wollen, wird empfohlen, die Misteltherapie drei Tage vor dem geplanten Impftermin zu unterbrechen. Auch bei ausbleibender Impfreaktion wird empfohlen, die Misteltherapie erst eine Woche nach der COVID-19 Impfung fortzusetzen. Sollten Impfreaktionen auftreten, ist eine „Mistelpause“ bis zum Abklingen der akuten Symptomatik indiziert.

 

Letzte Aktualisierung: 28. April 2021/ AT

 

 

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