Die systematische Übersichtsarbeit von Schad et al. [345] untersuchte erstmals die Kosteneffektivität integrativer onkologischer Verfahren im direkten Kontext der WHO Global Traditional Medicine Strategy 2025–2034. Hintergrund sind die weltweit steigende Krebsbelastung und die zunehmende gesundheitspolitische Bedeutung traditioneller, komplementärer und integrativer Medizin (TCIM). Im Rahmen der nach PRISMA-Kriterien durchgeführten Übersichtsarbeit wurden 7.960 Publikationen gescreent und schließlich zehn gesundheitsökonomische Studien eingeschlossen, darunter randomisierte Studien, Real-World-Data-Analysen und modellbasierte Simulationen aus Europa, Asien, Australien und den USA. Untersucht wurden unter anderem phytotherapeutische Verfahren wie Viscum album L., mind body Interventionen, psychologische sowie rehabilitative Therapiekonzepte. Die Ergebnisse zeigten konsistent die Kosteneffektivität integrativer onkologischer Interventionen im Vergleich zur Standardversorgung. Besonders kosten-effektiv wurden rehabilitative und phytotherapeutische Verfahren beschrieben, gefolgt von mind body Interventionen und psychologische Programme. Die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien war insgesamt hoch. Die AutorInnen des systematischen Reviews kommen zu dem Schluss, dass integrative onkologische Verfahren nicht nur supportive und patientenzentrierte Vorteile bieten können, sondern zugleich das Potenzial besitzen, zu einer nachhaltigeren und wertorientierten Krebsversorgung beizutragen. Vor dem Hintergrund der WHO Global Traditional Medicine Strategy 2025–2034 unterstreichen die Ergebnisse die zunehmende gesundheitspolitische Relevanz einer evidenzinformierten Integration komplementärer und integrativer Verfahren in moderne Gesundheitssysteme.
Die Therapie mit Viscum album L. Präparaten wird heute als komplexe immunmodulatorische Therapie verstanden, die sowohl angeborene als auch adaptive Immunmechanismen beeinflussen kann [1,5–8]. Präklinische und klinische Daten deuten darauf hin, dass Mistellektine, Viscotoxine und Polysaccharide unter anderem natürliche Killerzellen (NK-Zellen), dendritische Zellen sowie Monozyten und Makrophagen modulieren können [1,5]. Darüber hinaus werden Effekte auf Zytokinfreisetzung, Apoptose und den immunogenen Zelltod diskutiert [1,5–8]. Im Zusammenhang mit modernen Immuntherapien wie PD-1- und PD-L1-Checkpoint-Inhibitoren wird angenommen, dass Viscum album L. nicht direkt auf die Checkpoint-Achse selbst wirkt, sondern vielmehr die immunologischen Voraussetzungen für eine antitumorale Immunantwort verbessern könnte [1,5,6].
In diesem Zusammenhang wird diskutiert, dass sowohl Immuncheckpoint-Inhibitoren als auch Viscum album-Extrakte über eine Modulation angeborener und adaptiver Immunmechanismen wirken könnten, wenn auch über unterschiedliche primäre Angriffspunkte. Während PD-1- und PD-L1-Inhibitoren inhibitorische Signale auf T-Zell-Ebene blockieren und dadurch bestehende antitumorale Immunantworten reaktivieren, werden für Viscum album-Extrakte eher „upstream“ gelegene, also vorgelagerte immunmodulatorische Effekte auf dendritische Zellen, natürliche Killerzellen, Monozyten/Makrophagen sowie inflammatorische Signalwege beschrieben [1,5–8]. Dadurch könnten beide Therapieansätze auf immunologische Mechanismen abzielen, die sich teilweise ergänzen.
Diskutiert wird insbesondere eine mögliche Aktivierung eines immunologisch eher „kalten“ Tumormikromilieus („Immune Heating“) durch verstärkte Immunzellinfiltration, verbesserte Antigenpräsentation und Aktivierung angeborener Immunmechanismen [1,5,6]. Zusätzlich wurden in klinischen Studien und Real-World-Daten supportive Effekte auf Fatigue, Lebensqualität und Therapieverträglichkeit beschrieben [5–9]. Die bisherige klinische Evidenz zur Kombination von Viscum album L. und Immuncheckpoint-Inhibitoren basiert überwiegend auf Real-World-Daten [1,5,6]. Diese zeigen bisher gute Verträglichkeit in der Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren und teilweise günstige Effekte auf patientenberichtete Endpunkte [1,5,6].
Immunologisch relevant ist in diesem Zusammenhang die häufige begleitende Kortikosteroidtherapie bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen und als Begleitmedikation unter systemischen Therapien [2–4]. Kortikosteroide wie Dexamethason wirken antiinflammatorisch und immunsuppressiv und können unter anderem die Aktivierung von NK-Zellen, dendritischen Zellen und T-Zell-Antworten abschwächen [3,4]. Zusätzlich führen sie zu einer Reduktion von CD4+- und CD8+-Lymphozyten sowie zu Veränderungen des Tumormikromilieus in Richtung einer stärkeren Immunsuppression [3,4]. Experimentelle Daten zeigen zudem, dass Dexamethason Tumorzellen in einen weniger proliferativen, eher zytostatischen Zustand überführen kann, wodurch Tumorzellen gegenüber Radiotherapie und Chemotherapie potenziell weniger empfindlich werden [2]. In Glioblastom-Kohorten war die Anwendung von Kortikosteroiden während der Radiochemotherapie mit einem schlechteren Gesamtüberleben assoziiert [2,3]. Diese Effekte werden sowohl auf direkte Veränderungen des Tumorzellverhaltens als auch auf eine therapierelevante Immunsuppression zurückgeführt [2–4]. Da ein Teil der diskutierten Wirkungen von Viscum album L. ebenfalls auf Immunaktivierung und inflammatorischen Signalwegen beruht, ist es plausibel, dass hochdosierte oder längerfristige Kortikosteroidtherapien bestimmte immunologische Effekte der Misteltherapie abschwächen könnten [2–4]. Ein ähnlicher Zusammenhang wurde auch für Immuncheckpoint-Inhibitoren beschrieben. Mehrere Real-World-Analysen bei NSCLC zeigten, dass eine systemische Kortikosteroidtherapie bereits zu Beginn einer PD-1/PD-L1-Blockade, insbesondere ≥10 mg Prednisonäquivalent pro Tag, mit vermindertem Therapieansprechen sowie verkürztem progressionsfreiem und Gesamtüberleben assoziiert war [10–13]. Als möglicher Mechanismus werden immunsuppressive Effekte auf T-Zell-Aktivierung, Antigenpräsentation und angeborene Immunantworten diskutiert [10–13]. Diese Beobachtungen unterstützen die Hypothese, dass begleitende Kortikosteroidtherapien immunologisch wirksame Therapieansätze – einschließlich Immuncheckpoint-Inhibition und möglicherweise auch Viscum album L. Therapien – funktionell abschwächen könnten.
Insgesamt deuten die bisherigen präklinischen, translationalen und klinischen Daten darauf hin, dass Viscum album L. insbesondere im Kontext moderner Immuntherapien potenziell immunmodulatorische und supportive Effekte entfalten könnte, deren klinische Wirksamkeit jedoch durch begleitende immunsuppressive Therapien wie Kortikosteroide eingeschränkt werden dürfte. Vor diesem Hintergrund erscheinen prospektive Studien mit integriertem Immunmonitoring, Biomarkeranalysen und standardisierter Erfassung begleitender Kortikosteroidtherapien erforderlich, um potenzielle synergistische oder abschwächende Effekte zwischen Viscum album L., Immuncheckpoint-Inhibition und supportiver Medikation besser zu verstehen und patientenspezifische integrative Therapiestrategien künftig gezielter entwickeln zu können.
Referenzen
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Os extratos de viscum (Viscum album L.) têm sido utilizados há décadas na oncologia integrativa, mas nos últimos anos ocorreu uma mudança de paradigma graças à descoberta de seus mecanismos de ação no âmbito molecular e imunológico. Entre 2020 e 2025, avanços decisivos transformaram a terapia com viscum de um método aplicado principalmente de forma empírica em uma abordagem validada cientificamente pela medicina oncológica moderna.
Uma revisão de Hong et al. (2025) demonstra que as preparações de viscum induzem morte celular imunogênica, caracterizada por estresse do retículo endoplasmático, maior exposição de calreticulina, translocação de proteínas de choque térmico e até uma liberação de ATP sete vezes maior [344]. Além disso, inibem enzimas-chave da glicólise, influenciam a expressão de oncogenes como Myc e regulam genes do ciclo celular por meio de microRNAs de origem vegetal. No nível da imunomodulação, as preparações de viscum deslocam o equilíbrio de macrófagos M2 imunossupressores para macrófagos M1 pró-inflamatórios e aumentam a atividade de células T γδ e células NK. Esses efeitos são particularmente evidentes em modelos de cultura 3D, o que reforça sua relevância clínica.
Os autores dessa revisão ressaltam que os dados do mundo real (estudo RWD) desempenharam um papel crucial no avanço dessa mudança de paradigma ao demonstrarem benefícios consistentes de sobrevida, maior adesão ao tratamento e perfis de segurança favoráveis quando os extratos de viscum são combinados com terapias oncológicas padrão e modernas. Os dados clínicos confirmam que a combinação do viscum com terapias modernas melhora tanto a sobrevida quanto a qualidade de vida. No câncer de pulmão não pequenas células, por exemplo, a sobrevida global mediana duplicou com a adição de viscum a inibidores de checkpoint PD-1/PD-L1, enquanto subgrupos biomarcadores positivos apresentaram até 91% de redução no risco de mortalidade. Outros êxitos foram alcançados em câncer de reto e no pancreático por meio de terapias combinadas sinérgicas. Um ensaio clínico de fase I na Universidade Johns Hopkins também confirmou a segurança da administração intravenosa. Avanços em metabolômica, cronobiologia e análises assistidas por inteligência artificial estão abrindo novos caminhos para a padronização e a individualização.
No conjunto, a revisão evidencia que a terapia com viscum deixou de ser apenas parte da medicina tradicional e está se tornando cada vez mais um componente integrativo, baseado em evidências e orientado para a medicina de precisão na oncologia moderna [344].

A indução da morte celular imunogênica (MCI ou ICD em inglês – “induction of immunogenic cell death”) é essencial para a resposta a terapias citorredutoras e o início de remissões a longo prazo, eliminando os vários graus de deficiência na resposta do tecido tumoral ao sistema imunológico. As alterações celulares resultantes estão associadas à morte celular por apoptose, autofagia e necroptose, bem como a alterações intracelulares típicas, como a resposta ao estresse do retículo endoplasmático (RE) e a indução de espécies reativas de oxigênio (ERO ou ROS em inglês – “reactive oxigen species”). A ativação dessas vias de sinalização pode aumentar a imunogenicidade das células tumorais, fazendo com que o sistema imunológico as identifique novamente como alvos. Estímulos terapêuticos de MCI, como certos agentes quimioterápicos (incluindo as antraciclinas), terapias direcionadas (terapias alvo), terapias fotodinâmicas e radioterapia, ativam a resposta ao estresse do RE e a apoptose, levando à expressão celular de padrões moleculares associados a danos (PMAD ou DAMPs em inglês – “damage associated molecular patterns”). Com o objetivo de investigar se extratos de viscum podem induzir as características de um MCI em linhagens celulares cancerígenas, o presente estudo in vitro foi realizado. Para isso, três linhagens celulares de câncer de mama humano (SKBR3, MDA-MB-231, MCF-7) e uma linhagem celular de melanoma murino (B16F10) foram incubadas por 24 ou 48 horas com diferentes doses (de 1,25 a 500 µg/ml) do extrato aquoso fermentado de Viscum album Iscador Qu (VAE). O paclitaxel ativador de MCI (1,25 a 2,5 µM) e a tunicamicina (2,5 a 5 µM) foram usados como controles positivos. Para determinar se o extrato de viscum album (EVA) induz estresse ribotóxico, foram analisadas a expressão de reguladores de estresse do RE (p-eIF2a, ATF4 e CHOP), a expressão de PMAD (calreticulina, Hsp70, Hsp90, HMGB1, ATP), a apoptose e a indução de ERO mitocondriais [342].
Em todas as linhagens celulares, o efeito do EVA foi dependente da concentração e levou a um aumento significativo da exposição de três PMAD (calreticulina, Hsp70 e Hsp90) na superfície de células apoptóticas iniciais. O tratamento com EVA resultou na fosforilação da proteína de estresse do RE eIF2α em todas as linhagens celulares cancerígenas testadas e no aumento da exposição à calreticulina na superfície de células de câncer de mama SKBR3 pré-apoptóticas e de células de melanoma murino B16F10. A proteína de estresse do RE CHOP foi significativamente induzida por EVA (400 µg/ml) na linhagem celular triplo-negativa de câncer de mama MDA-MB-231, mas não nas demais linhagens celulares. Na linhagem celular de câncer de mama SKBR3, a expressão da proteína de estresse do RE ATF4 foi significativamente reduzida por EVA (20 e 30 µg/ml). Além disso, a EVA aumentou a produção de ERO mitocondriais e a liberação de ATP. A liberação de HMGB1 não foi induzida por EVA.
Neste estudo in vitro, o potencial de um extrato de visco para induzir marcadores substitutos para morte imunogênica de células cancerígenas foi demonstrado pela primeira vez.
Inibidores do controle imunológico (ICIs ou “check point inhibitors”), como inibidores de PD-1/PD-L1 (por exemplo, pembrolizumabe, nivolumabe, atezolizumabe, etc.), melhoraram significativamente as taxas de sobrevivência em pacientes com câncer de pulmão de células não pequenas (CPCNP). No entanto, a resistência ao ICI continua sendo um desafio, limitando a eficácia dessas terapias. Consequentemente, os esforços continuam para aumentar a eficácia dos ICIs e melhorar os resultados de sobrevivência. Uma abordagem potencial é a combinação do bloqueio do ponto de controle imunológico (BCI) com terapia adjuvante com viscum, que está sendo cada vez mais reconhecida como um recurso integrativo em oncologia. Estudos recentes de dados do mundo real (RWD) de um registro de oncologia alemão (Netzwerk Onkologie, NO) revelam resultados promissores para a combinação de ICIs com preparações de viscum, destacando seu potencial como uma abordagem integrativa em oncologia.
Em um estudo RWD envolvendo 415 pacientes, a combinação de terapia ICI e terapia com viscum foi associada a um benefício significativo de sobrevivência. Os pacientes que receberam essa combinação atingiram uma sobrevida global mediana de 13,8 meses, em comparação com 6,8 meses em pacientes que receberam terapia ICI sozinha. As análises revelaram uma redução de 40% no risco de mortalidade (razão de risco ajustada, aHR: 0,60; intervalo de confiança de 95%, IC de 95%: 0,43–0,85; p = 0,004), com um efeito ainda maior observado em pacientes PD-L1-positivos recebendo terapia de primeira linha (redução de risco de 56%; HR: 0,44; IC de 95%: 0,26–0,74; p = 0,002) [332]. Em um segundo estudo RWD examinando uma combinação de ICIs com a preparação de visco abnobaVISCUM, um efeito ainda maior foi observado, com uma redução de risco de 75% em pacientes PD-L1-positivos recebendo terapia de primeira linha (aHR: 0,25; IC de 95%: 0,11–0,60, p = 0,02) [340].
Os potenciais efeitos sinérgicos observados neste estudo do mundo real entre ICI e terapia com viscum são atribuídos às propriedades imunomoduladoras e pró-apoptóticas complementares da terapia com viscum. A terapia com viscum pode, entre outros efeitos, reduzir a expressão de PD-L1, aumentando assim a eficácia dos inibidores de PD-1/PD-L1, bem como células tumorais alvo pela inibição de vias de sinalização, como o eixo AKT/β-catenina. No entanto, essas hipóteses requerem validação experimental adicional.
Uma vantagem fundamental deste estudo com dados do mundo real é sua perspectiva prática e real sobre a eficácia das abordagens de oncologia integrativa. É o primeiro estudo a demonstrar uma correlação positiva entre a combinação de inibidores de PD-1/PD-L1 e terapia com viscum (especificamente, abnobaVISCUM na segunda publicação) com sobrevida prolongada em pacientes com CPNPC. No entanto, o desenho não randomizado do estudo limita sua validade, pois a alocação do grupo de pacientes pode ser influenciada por várias características do paciente, potencialmente levando a viés. No entanto, potenciais fatores de confusão foram contabilizados usando métodos de regressão logística multivariável.
As descobertas ressaltam o potencial da terapia com viscum como um complemento à terapia ICI, particularmente em pacientes com tumores PD-L1-positivos. Ensaios prospectivos e randomizados são necessários para confirmar os efeitos observados e investigar mais profundamente os mecanismos subjacentes a essa sinergia.
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Imunoterapia com inibidores de PD-1/PD-L1 tem demonstrado melhorar significativamente as taxas de sobrevida de pacientes com câncer de pulmão não pequenas células (Non Small Cells Lung Cancer - NSCLC) em estágios avançados ou metastáticos. Portanto, os dados de sobrevida global desses pacientes foram analisados neste estudo de Real-World Data (RWD) a fim de avaliar a influência da terapia com viscum adicional ao tratamento com inibidores PD-1/PD-L1 no desfecho clínico [332]. Foram incluídos no estudo um total de 415 pacientes, sendo que 193 receberam terapia anti-PD-1/PD-L1 combinada com extratos de viscum e 222 receberam terapia anti-PD-1/PD-L1 isoladamente (grupo controle). Os pacientes do grupo que combinou as terapias viveram sete meses mais (mediana de sobrevida 13,8 meses) em comparação com o grupo controle (mediana de sobrevida 6,8 meses) e o risco ajustado de morte foi reduzido significativamente em 40%. Esse indicador foi reduzido em mais 16% nos pacientes com tumores PD-L1 positivos (valor da proporção de células tumorais 1%) que receberam a terapia de primeira linha anti-PD-1/PD-L1 e terapia de viscum adicional.
Apesar dos avanços no tratamento, o câncer de pâncreas permanece associado a baixas taxas de sobrevida. Esta análise retrospectiva monocêntrica realizada na Faculdade de Medicina da Universidade de Heidelberg investigou a influência da terapia com viscum album e hipertermia, além da quimioterapia, em pacientes com câncer pancreático avançado ou metastático [331]. De um total de 206 pacientes, 142 foram incluídos na análise de sobrevida. Vinte e cinco destes receberam quimioterapia isolada, 48 receberam quimioterapia combinada/terapia com viscum, 50 receberam quimioterapia combinada/terapia com viscum mais hipertermia e 1 quimioterapia mais hipertermia. A mediana do tempo de sobrevida com terapia adicional de 11,2 meses (p = 0,02) e com tratamento adicional de 18,9 meses (p < 0,001) foi significativamente maior em comparação com o tratamento com quimioterapia isolada (8,6 meses). Enquanto o tempo de sobrevida do grupo tratado apenas com quimioterapia se comparam bem com dados de ensaios clínicos e dados de registro, os resultados do estudo sugerem que o uso adicional da terapia com viscum e hipertermia poderiam melhorar significativamente a sobrevida em câncer de pâncreas avançado em comparação com a quimioterapia sozinha. No entanto, devido ao desenho do estudo retrospectivo e o tamanho limitado da amostra, são necessários mais estudos prospectivos para confirmar estes resultados.
Este estudo monocêntrico de real-data (dados reais) incluiu pacientes com câncer pulmonar primário confirmado histológicamente que tinham conjuntos de dados avaliáveis sobre a qualidade de vida auto-referida disponíveis pelo menos no momento do diagnóstico inicial (T0) e 12 meses depois (T1)[330]. Foram incluídos 112 pacientes, sendo 27 pacientes que não receberam radioterapia nem terapia com viscum servindo como grupo controle, 29 pacientes que receberam terapia com viscum sem radioterapia, 32 pacientes que receberam radioterapia, mas não foram tratados com viscum e 24 pacientes que receberam radioterapia e tratamento com viscum. A avaliação das mudanças na qualidade de vida (EORTC-QLQ C30) após 12 meses mostrou melhora significativa de 27 pontos para dor (p = 0,006) e 17 pontos para náuseas/vômitos (p = 0,005) em pacientes que receberam radioterapia e tratamento com viscum. Melhorias significativas de 15 a 21 pontos para o desempenho funcional (role) (p = 0,03), bem como melhora física (p = 0,02), cognitiva (p = 0,04) e convívio social (p = 0,04) também foram observadas em pacientes que receberam terapia com viscum mas não radioterapia. Mais informações podem ser encontradas em Estudos clínicos/Câncer de pulmão.
Como o câncer de mama é o tipo mais comum de câncer em mulheres, esta meta-análise investigou pela primeira [329] vez se os extratos de viscum, que já estão listados em várias diretrizes de câncer, também podem melhorar a qualidade de vida de pacientes com câncer de mama. Para esse propósito, ensaios clínicos randomizados (ECRs) e estudos não randomizados de intervenção (ENRIs) foram incluídos para comparar a qualidade de vida de pacientes com câncer de mama tratados com protocolo padrão mais extratos de viscum adicionais e grupos de controle tratados apenas com o protocolo padrão. Nove ECRs com 833 e sete ENRIs com 2.831 pacientes foram incluídos. Um efeito mensurado como médio foi encontrado na qualidade de vida de pacientes com câncer de mama tratadas com viscum album, com baixa heterogeneidade entre os estudos, efeito comparável ou até maior do que outras intervenções, como atividade física. Mais informações podem ser encontradas em Meta-análises e revisões sistemáticas ou Estudos clínicos/Câncer de mama.
Um estudo clínico utilizando viscum album (Helixor) como terapia aditiva à terapia-alvo (direcionada) em 242 pacientes com câncer de mama ou outras modalidades de câncer ginecológico está disponível (316). Em um estudo de dados do mundo real (estudo RWD) do Network Oncology Registry, no qual um grupo de pacientes recebeu apenas terapias direcionadas (n=160) e o outro adicionalmente terapia com viscum (n=82), a taxa de efeitos colaterais, bem como ajustes de redução de dose e descontinuações da terapia direcionada, incluindo anticorpos monoclonais, inibidores de tirosina quinase, inibidores do controle imunológico (checkpoint inhibitors), inibidores de CDK4/6 ou inibidores de PARP foram determinados em ambos os grupos. Observou-se que a terapia adicional com viscum não alterou a taxa de efeitos colaterais da terapia-alvo. Observou-se ainda, no grupo que recebeu a terapia combinada (terapia direcionada mais extratos de viscum), ausência de eventos adversos e uma tendência para melhor adesão à terapia-alvo. Este estudo RWD é o primeiro do gênero a também destacar o perfil de segurança de novos grupos de terapia direcionada, como inibidores de CDK 4/6, bem como inibidores de PARP em combinação com extratos de viscum. No geral, os dados indicam que a terapia adicional de viscum com extratos de viscum album não altera o perfil de segurança da terapia-alvo no câncer de mama e em outros tumores ginecológicos. Mais estudos envolvendo terapia combinada em outros tipos de tumores estão planejados.
Uma paciente de 56 anos com diabetes mellitus, hepatite B crônica e hipotireoidismo subclínico foi diagnosticada com um adenocarcinoma bem diferenciado e ressecável na cabeça do pâncreas, especificamente na ampola de Vater (317). Após a ressecção da cabeça do pâncreas com preservação do piloro por cirurgia robótica, os achados patológicos do tumor (2,2 x 1,8 cm) revelaram um adenocarcinoma infiltrante moderadamente diferenciado do pâncreas com invasão linfática e perineural. Após a cirurgia, a paciente se recuperou bem e recebeu alta. No 19º dia após a cirurgia, a paciente foi readmitida no hospital por ascite quilosa como resultado de uma lesão do vaso linfático induzida cirurgicamente. Durante o curso dos exames, o fluido de drenagem tinha uma cor de palha leitosa com uma proporção de albumina ascítica sérica de 1,3 g/dL. Drenagem ascítica, substituição de albumina e administração de diuréticos e agentes hipolipemiantes foram iniciados. Além disso, a administração de octreotida e ajustes nutricionais parenterais com o objetivo de melhorar a pressão portal foram realizados. Após piora inicial da ascite, o paciente retornou à dieta geral no dia 89 após a cirurgia. Além disso, nos dias 94, 97, 110, 115, 126, 129 e 132 após a cirurgia, recebeu extratos de abnobaVISCUM em doses crescentes, intraperitonealmente através da drenagem para esclerose linfática ("disparo de Viscum"). Nesta fase, o tratamento cirúrgico foi excluído devido ao risco de morbidade previsto para o paciente. Embora o fluido ascítico tenha se tornado uma cor serosa no dia 94 após a cirurgia, a quantidade de fluido ascítico drenado também diminuiu durante as injeções subsequentes de viscum até o dia 132. O paciente recebeu alta do hospital em boas condições gerais e não mostrou sinais de recorrência mesmo no dia 156 após a cirurgia e no acompanhamento de 3 meses. Este é o primeiro caso publicado sobre o tratamento de ascite quilosa e injeção off-label com extratos de abnobaVISCUM como uma escleroterapia minimamente invasiva com apenas efeitos colaterais menores.
A síndrome de fadiga relacionada ao câncer - FRC (Cancer Related fatigue - CRF) se desenvolve como resultado do câncer ou da terapia e é caracterizada por cansaço ou exaustão (não sendo proporcional à atividade física recente) e representa um dos sintomas mais desafiadores em pacientes com câncer. O cansaço e a exaustão não diminuem mesmo com sono suficiente e podem ter um forte impacto na qualidade de vida. A terapia de primeira linha inclui atividade física e intervenções psicossociais. De acordo com a S3-Guideline on Complementary Medicine in Oncological Patients (S3-Diretriz sobre Medicina Complementar em Oncologia), atividade física e esportes, tai chi e qigong, bem como ioga, são recomendados como intervenções não farmacológicas. Esportes e atividades físicas nem sempre são administráveis por pacientes oncológicos, por exemplo, pacientes caquexiados. Atualmente, o metilfenidato é o único tratamento farmacológico com evidências na melhora da FRC, no entanto, o consenso sobre sua recomendação contra a fadiga relacionada ao câncer parece não estar claro. Portanto, mais soluções farmacológicas e não farmacológicas são necessárias. Embora um grande número de estudos tenha documentado efeitos positivos de extratos de viscum (Viscum album) no tratamento da fadiga relacionada ao câncer, nenhuma meta-análise analisou até agora seus resultados em relação a ensaios clínicos, incluindo estudos de intervenção não randomizados e todos os tipos de questionários FRC.
Em março de 2022, uma revisão sistemática foi publicada no periódico “Supportive Care in Cancer” sobre o efeito da terapia com viscum na fadiga relacionada ao câncer por Florian Pelzer, Martin Loef, David D. Martin e Stephan Baumgartner [314] . Duas meta-análises de efeito aleatório (uma com 12 ensaios clínicos randomizados e uma com 7 estudos não randomizados de intervenção) foram realizadas. Os efeitos analisados foram avaliados como moderados (randomizados: SMD=-0,48, p=0,006) e moderados a grandes (não randomizados: OR=0,36, p=0,0008). Análises de sensibilidade foram realizadas revelando resultados robustos, mas alta heterogeneidade entre estudos, possivelmente motivada por variações na população e metodologia do estudo. As análises revelam também que o risco de viés foi alto para 11 de 12 ensaios randomizados e relevante para todos os ensaios não randomizados (risco de confusão).
Apesar do risco de viés nos estudos incluídos, os resultados da revisão sistemática e das meta-análises indicam que a terapia com viscum pode reduzir estatisticamente significante a fadiga relacionada ao câncer em comparação ao grupo controle. A terapia com viscum pode ser recomendada como um complemento à atividade física. Mais informações você encontrará aqui.
Neste estudo observacional monocêntrico retrospectivo, a influência do extrato de viscum album do carvalho na resposta à quimio e radioterapia neoadjuvante (Neoadjuvant chemoradiotherapy - NCRT) foi investigada em 52 pacientes com câncer retal localmente avançado [318]. Quinze pacientes receberam adicionalmente terapia com viscum e 37 apenas quimioterapia. Uma resposta tumoral significativamente melhor em termos de remissão completa do tumor foi observada no grupo com NCRT e terapia complementar com viscum em comparação ao grupo com NCRT apenas (53,3% vs. 21,6%, p = 0,044). Além disso, o estadiamento regressivo foi significativamente maior no grupo com NCRT mais terapia complementar com viscum (86,7% vs. 56,8%, p = 0,040). Informações mais detalhadas podem ser encontradas em terapia com “viscum para câncer colorretal”.