Misteltherapie bei Hauttumoren

Fall 1: Merkelzell-Ca 

Fall 2: kutanes Plattenepithel-Ca

Fall 3: Metastasiertes malignes Melanom 

Fall 4: Merkelzell-Ca

 

Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2020/AB

Fall 1: Merkelzell-Ca

Dauerhaftes Tumoransprechen nach primärer Hochdosisinduktion mit Mistelextrakten bei zwei Patientinnen

Orange M et al. 2010 [272]

Patientin 1: Eine 75-jährige Patientin mit histologisch gesichertem Merkelzellkarzinom bei axillärem Lymphknotenbefall wurde operiert, lehnte jedoch eine Bestrahlung und weitere onkologische Behandlungen ab. Sie wurde mit einer kombinierten intratumoralen (in die axilläre Läsion), intravenösen und subkutanen Misteltherapie über 9,8 Monate behandelt.

Die axilläre Läsion war vier Monate nach der Mistelinduktion (definiert als der Zeitraum, in dem fieberhafte Reaktionen auf Mistelextrakte hervorgerufen werden) nicht mehr tastbar. Fünf Monate später konnte die komplette Remission klinisch und radiologisch sowie weitere drei Monate später per CT-Scan bestätigt werden. Zwei Jahre nach Mistelinduktion war die Patientin symptomfrei und bei guter Gesundheit.

Patientin 2: Beim zweiten Fall handelt es sich um eine 56-jährige Brustkrebspatientin, deren Verlauf unter der Tumorentität Mamma-Ca beschrieben wird.
 

Fall 2: kutanes Plattenepithel-Ca

Dauerhaftes Ansprechen eines Patienten mit kutanem Plattenepithelkarzinom auf hochdosierte periläsionale Mistel-Injektionen

Werthmann PG et al. 2013 [162]

Eine hochdosierte periläsional eingesetzte Misteltherapie bewirkte bei einem 78-jährigen Patienten mit kutanem Plattenepithelkarzinom eine vollständige klinische Remission. Der Patient war zum Zeitpunkt der Publikation, also vier Jahre nach der Diagnose, rezidivfrei und in einem guten Gesundheitszustand. Neben der Misteltherapie wurde keine tumorspezifische Therapie angewendet.

Fall 3: metastasiertes malignes Melanom

Vollständige Remission und langfristiges Überleben bei metastasiertem malignem Melanom

Werthman PG et al. 2017 [168]

Eine 61-jährige Patientin mit metastasiertem malignem Melanom lehnte eine Chemo-Immuntherapie ab und wurde mit subkutaner und später mit kombinierter intravenöser und intraläsionaler Hochdosis-Misteltherapie behandelt. In den folgenden Monaten gingen die Metastasen zurück. Zwei Jahre nach Beginn der Misteltherapie zeigte sich eine komplette Remission aller Läsionen.

Die Patientin ist zum Zeitpunkt der Erstellung der Publikation seit dreieinhalb Jahren tumorfrei, fünf Jahre nach Beginn der intensivierten Misteltherapie.

Fall 4: Merkelzell-Ca

Langzeitverlauf (21 Jahre) einer Patientin mit Merkelzellkarzinom bei adjuvanter Misteltherapie

Werthmann et al. 2018 [164]

Eine 64-jährige Patientin mit Merkelzellkarzinom am linken Oberarm entwickelte im Laufe von 21 Jahren vier Lymphknoten-Rezidive, die alle operativ entfernt wurden. Die Patientin lehnte eine Chemo- und Strahlentherapie ab und entschied sich für eine adjuvante Behandlung mit subkutanen Mistelinjektionen in ansteigender Dosierung.

21 Jahre nach Erstdiagnose und neuneinhalb Jahre nach dem letzten Rezidiv ist die Patientin tumorfrei, bei guter Gesundheit und ohne funktionelle Einschränkungen.
 

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