Iscador

Iscador® geht zurück auf pharmazeutische Anregungen von Rudolf Steiner und wurde 1926 zugelassen. Die Ärztin Ita Wegman, die bereits 1917 gemeinsam mit einem Apotheker in Zürich ein erstes Mistelpräparat (Iscar) entwickelt hatte, verantwortete auch die Entwicklung von Iscador® und gehörte 1935 zu den Mitbegründer*innen des Vereins für Krebsforschung (VfK) in Arlesheim (Schweiz).

Der VfK gründete 1949 das Institut Hiscia, in dessen Räumen seither die Herstellung von Iscador® stattfindet. Aufgabe des Vereins für Krebsforschung ist bis heute, die Misteltherapie bei Krebs zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Bis Herbst 2015 wurde Iscador® von der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd vertrieben. Seither verantwortet die vom Verein für Krebsforschung gegründete Iscador AG mit Sitz in Arlesheim/Schweiz und Lörrach/Deutschland den Vertrieb und das Marketing. An der Zusammensetzung und Qualität der Präparate änderte sich nichts, da die von der Iscador AG verantwortete Herstellung auch weiterhin in den Räumen des Instituts Hiscia vorgenommen wird. 

Sorgfältig werden die frisch geernteten Mistelzweige verlesen und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. 

Über zwölf feine Schläuche wird der Sommersaft auf eine große, rotierende Scheibe getropft und mit dem Wintersaft vermischt.  

Iscador®-Präparate sind fermentierte wässrige Auszüge aus Misteln von den Wirtsbäumen Apfel (M = mali), Kiefer (P = pini), Eiche (Qu = quercus) und Ulme (U = ulmi) und in der Schweiz auch von der Tanne (A = abietis). Nach Wirtsbäumen getrennt werden im Sommer (Juni) und im Winter (November: Beeren, Dezember: Pflanze) die in den letzten Jahren gewachsenen Blätter, Stängel und Knospen der Misteln geerntet und die fermentierten Sommer- und Winterextrakte im Verhältnis 1:1 durch ein spezielles Mischverfahren zum Arzneimittel hergestellt.

Iscador®-Präparate gibt es in verschiedenen Sorten mit gleichbleibenden Konzentrationen pro Packung von 0,0001 Milligramm bis 20 Milligramm sowie als Serien (Serie 0, I und II) mit unterschiedlichen Konzentrationen in einer Packung. 

Die verlesenen Mistelzweige werden in einer Walze gepresst und damit mechanische aufgeschlossen. 

Der wässrige Auszug wird mit Mistel-Milchsäurebakterien versetzt und auf diese Weise fermentiert. 

Der auf diese Weise gewonnene fermentierte Presssaft wird abgefüllt und später weiter verarbeitet. 

Einen Großteil der Iscador®-Präparate gibt es auch mit homöopathisch dosierten (D8) Zusätzen bestimmter Metallsalze, z. B. mit Malachit (Kupfercarbonat), Quecksilbersulfat oder Silbercarbonat. Diese Kompositionen beruhen auf anthroposophischen Behandlungskonzepten und ergänzen die spezifische Behandlung mit der Mistel.

 

Letzte Aktualisierung: 3. September 2019/AB

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