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"Nichts an dieser Pflanze ist normal" schrieb der Botaniker Karl von Tubeuf schon im Jahr 1907. Seine Monographie ist heute noch gültig und dient als Nachschlagewerk.


Es gibt rund 1400 Pflanzen, die im weitesten Sinne als Misteln bezeichnet werden. Die Krebsmedikamente werden aber ausschließlich aus der weißbeerigen Mistel (Viscum album) hergestellt.
Die weißbeerige Mistel wächst auf Laub- und Nadelbäumen. Besonders häufig kommt sie vor auf Pappel und Apfelbaum, aber auch auf Ahorn, Birke, Linde, Robinie, Weide, Weißdorn, Mandel, Ulme und – selten – Eiche. Bei den Nadelbäumen bevorzugt sie Kiefern und Tannen. Sie ist in ganz Europa zu Hause, aber auch in Nordafrika, im Vorderen Orient sowie in Japan. In Nordeuropa wächst sie nur selten, weil sie extremen Frost unter -20 Grad Celsius nicht übersteht. Im Süden beschränken zu starke Sonneneinstrahlung und Trockenheit ihr Vorkommen. Die seltenen Eichenmisteln wachsen vor allem in Frankreich, außerdem werden sie in der Schweiz kultiviert.
Die Mistel weist in Wachstum, Entwicklung und Vermehrung viele Eigenarten auf, die sie aus den normalen Pflanzen heraushebt und die Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie, schon Anfang des 20. Jahrhunderts unter anderem veranlasst haben, die Mistel als Heilpflanze in der Krebstherapie zu empfehlen.
Mistelpräparate für die Krebsmedizin werden alle aus der weißbeerigen Mistel (Viscum album) hergestellt. Sie wächst sowohl auf Laub- als auch auf Nadelhölzern. Die Mistel unterscheidet sich in fast allen Charakteristika von anderen, „normalen“ Pflanzen.