Auf einen Blick 

Es gibt kaum Studien zur Misteltherapie bei Prostatakrebs, aber die Erfahrungen der Ärzte und Patienten damit sind gut. 

Die Misteltherapie bei Prostatakrebs

Zum Einsatz bei Prostatakrebs gibt es bisher nur eine klinische Studie aus dem Jahr 1977, wohl aber eine ganze Reihe von positiven Erfahrungen.

Die Studie untersuchte rückwirkend (retrospektiv) den Krankheitsverlauf bei zwölf nacheinander aufgenommenen Patienten. Sie erhielten zusätzlich zur üblichen Therapie täglich oder alle zwei Tage das Präparate Helixor (50-300 mg). Die Ergebnisse: 

  • Bei vier Patienten besserten sich durch die Misteltherapie schwerste Knochenschmerzen durch Metastasen, die mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr beeinflussbar waren. 
  • Bei einem Patient gingen nicht nur die Schmerzen zurück, sondern es bildete sich auch eine Lymphknotenmetastase für ein Jahr kompett zurück, die sich unter einer antihormonellen Therapie gebildet hatte. 
  • Schmerzlindernd wirkte die Helixor-Therapie auch bei vier weiteren Patienten, die gleichzeitig mit Antiandrogenen (Antihormonen) behandelt wurden. 
  • Bein einem Patienten traten Knochenschmerzen auf, nachdem er die weitere Behandlung mit Helixor ablehnte. In der Zeit davor war es zu einem völligen Rückgang der Metastasen gekommen. 
  • Bei einem Patienten wuchs der Tumor weiter, trotz Antihormon- und Misteltherapie. Dennoch hat sich der Patient bis kurz vor seinem Tod unverhältnismäßig gut gefühlt. 
  • Bei einem Patienten ließen die Schmerzen durch Knochenmetastasen nur vorübergehend nach. In der Zeit davor hatte sich jedoch ein Rezidiv an einer Narbe unter der Helixor-Therapie für zweieinhalb Jahre voll zurückgebildet. 

Das sind natürlich alles Einzelbeobachtungen, die lediglich Hinweise dafür sind, dass eine Misteltherapie auch bei dieser Krebsart sinnvoll sein kann. 

 

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp 

Reichlich Beeren trägt dieser Mistelzweig.