Auf einen Blick 

Auch bei Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs hat die Misteltherapie positive Wirkungen. 

Quelle zu diesem Überblick

Kienle GS et al: Viscum album L. Extracts in Breast and Gynaecological Cancers: 
A Systematic Review of Clinical and Preclinical Research
 
Journal of Experimental and Clinical Cancer Research 2009.

Misteltherapie bei Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs

Die gleiche Übersichtsarbeit, die wir schon bei Brustkrebs zitiert haben, beschäftigte sich auch mit anderen gynäkologischen Tumoren wie Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs: 

  • Bei Gebärmutterhalskrebs fanden drei von vier Studien (davon zwei randomisiert-kontrollierte Studien) einen statistisch signifikanten Vorteil für die Misteltherapie hinsichtlich des Überlebens. Zwei weitere Studien (eine davon randomisiert) fand einen statistisch hoch signifikanten Benefit für die Misteltherapie hinsichtlich der Lebensqualität
  • Eine Studie untersuchte speziell die Wirkung der Misteltherapie beim Gebärmutterhalskrebs-Vorstadium (Zervix-Dysplasie). Dabei zeigte sich, dass weniger Patientinnen eine manifeste Tumorerkrankung bekommen und auch weniger an Krebs gestorben sind. 
  • Zum Eierstockkrebs zeigen vier Studien (zwei randomisiert-kontrolliert, zwei nicht) einen Vorteil für die Misteltherapie hinsichtlich der Überlebenszeit. Bei einer der Studien war der Vorteil statistisch signifikant. Einen deutlich positiven Effekt zeigten auch Studien zur Lebensqualität bzw. zur Verringerung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie (davon waren drei randomisiert-kontrollierte Studien). Teilweise konnte die Chemotherapie dadurch höher dosiert werden und somit eine noch stärkere Wirkung entfalten. 

 

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp 

Mistelbeere mit TautropfenZartgrün schimmert der neue Mistelkeim aus dem Inneren der milchig-weißen Beere.