Gut geprüft

Die Misteltherapie ist eines der am besten untersuchten Therapieverfahren in der unkonventionellen Onkologie. Es gibt insgesamt 130 klinische Studien zur Misteltherapie bei verschiedenen Tumorarten: 

sowie bei diversen weiteren Krebsarten.

Weites Spektrum

Die vorliegenden Studien decken die häufigsten Tumorarten ab (z.B. Brust-, Darm- und Lungenkrebs), und sie umfassen viele Fragestellungen, die für Krebspatienten besonders wichtig sind (Lebensqualität, Tumorrückbildung, Abmilderung von Nebenwirkungen konventioneller Therapien).

Klinische Studien

Zum Einsatz der Mistel bei Krebserkrankungen liegen derzeit weit über 100 klinische Studien vor. 43 dieser Studien sind randomisiert-kontrollerte Studien und entsprechen damit zumindest teilweise den Anforderungen der evidenz-basierten Medizin.

Die Ergebnisse im Überblick: 

  • Alle diese Studien zeigen überwiegend signifikante klinische Vorteile für die Misteltherapie. 
  • Wenn man die Studienqualität und -konsistenz berücksichtigt, ergeben sich die deutlichsten Vorteile für eine Verbesserung der Lebensqualität und eine bessere Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie. 
  • Eine Verlängerung des Überlebens konnte eine vor kurzem publizierte randomisierte Studie zur Misteltherapie bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs nachweisen. Diese Studie entspricht modernem Standard und wurde von englischen Wissenschaftlern explizit gelobt. Andere Studien zeigten ebenfalls schon eindeutige Ergebnisse, erfolgten aber nach anderem Studiendesign.  
  • Wie ausgeprägt der therapeutische Effekt ist, scheint von der Dauer der Misteltherapie abzuhängen sowie von der Dosis, dem Wirtsbaum und der Art der Anwendung. 
  • Wiederholt zeigte sich, dass Tumore sich zurückbildeten, wenn hochdosierter Mistelextrakt direkt in den Tumor hinein appliziert wurde (intratumorale Applikation), sofern das möglich war. Dieses Ergebnis entspricht auch den Ergebnissen aus der präklinischen Forschung
  • Die Misteltherapie ist sicher, selbst bei hoher Dosierung. 

Eine Misteltherapie sollte möglichst bei Ärzten erfolgen, die in der Misteltherapie erfahren sind und eine individualisierte und ganzheitliche Behandlung vornehmen, vor allem im Hinblick auf

  • die Dosierung
  • die Anwendungsart (subcutan, intravenös, intratumoral)
  • die Auswahl des Präparats, vor allem hinsichtlich des Mistel-Wirtsbaums
  • den Ort der Injektion 
  • den Rhythmus der Anwendung
  • weitere ergänzende Maßnahmen. 

 

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp 

Mistel vor roten BlütenEin Mistelzweig mit reifen Beeren.InfusionEine Misteltherapie kann auch als Infusion gegeben werden.MikroskopZellveränderungen werden teilweise schon im Mikroskop erkennbar.Eine sorgfältige Dokumentation des Krankheitsverlaufs – hier mit Ultraschall – ist Grundlage jeder klinischen Studie.Mistelzweig mit leuchtenden BeerenWie kleine Laternen leuchten die reifen Beeren an diesem Mistelzweig.